Abschlussprojekte der 3FM
Im Rahmen des Projektpraktikums haben sie Schüler/innen der 3.Klasse Fahrradmechatronik teils eigene Ideen sowie Projektaufträge verwirklicht. Dabei stand das selbstzentrierte Organisieren der Abläufe und das Termingerechte Handeln im Vordergrund. Herausgekommen sind 4 Endprodukte aus den verschiedensten Fachbereichen.
Sensorik am Fahrrad
Projektteam: Lukas S, Lukas W, Damian
Im Rahmen unseres Schulprojekts beschäftigten wir uns mit dem Thema Sensorik am Fahrrad. Ziel des Projekts war es, verschiedene Sensoren wie PTC, NTC und einen Induktivgeber kennenzulernen und diese an Modellen praktisch darzustellen. Über mehrere Wochen hinweg arbeiteten wir Schritt für Schritt an der Planung, dem Aufbau und der Funktionsprüfung unserer Modelle.
Während des Projekts standen nicht nur handwerkliche Tätigkeiten wie Drehen, Bohren, Löten und Montieren im Vordergrund, sondern auch die Organisation im Team. Wir mussten Aufgaben aufteilen, Arbeitsabläufe planen und Probleme gemeinsam lösen, wenn etwas nicht wie geplant funktionierte.
Besonders lehrreich war der Umgang mit den Sensoren. Wir lernten, wie Temperatur mit PTC- und NTC-Sensoren gemessen und überwacht werden kann und wie ein Induktivgeber zur Drehzahl- bzw. Trittfrequenzmessung eingesetzt wird. Außerdem sammelten wir erste Erfahrungen im Arbeiten mit dem Oszilloskop und beim Testen elektrischer Signale.
Trotz einiger Herausforderungen, wie Zeitmangel oder technischer Schwierigkeiten, konnten wir alle geplanten Modelle fertigstellen und funktionsfähig aufbauen. Die Teamarbeit funktionierte dabei sehr gut, da sich jeder auf seine Aufgaben konzentrierte und wir uns gegenseitig unterstützten.
Am Ende des Projekts konnten wir mehrere funktionierende Modelle präsentieren, die unsere Arbeit und unser neu erlerntes Wissen sichtbar machen. Das Projekt war für uns eine wertvolle Erfahrung und gab uns einen guten Einblick in die praktische Anwendung von Sensorik im Bereich Fahrradtechnik.
Shifty Shades Of Grey
Ein innovatives Lehrmittel für die LBS Zell am See
Um den Unterricht an der Landesberufsschule Zell am See noch praxisnaher zu gestalten, hat ein vierköpfiges Projektteam eine stationäre Teststation für modernste Fahrrad-Schaltwerke entwickelt.
Das Team
Karoline Haunsberger, Paula Hämmerle, Felix Neureiter und Julian Brandstätter
Von der Idee zum Lehrmodell
Das Ziel war klar: Verschiedene Antriebskonzepte auf engstem Raum vergleichbar und einstellbar zu machen. Dafür wurden fünf diverse Fahrradrahmen gezielt modifiziert. Das Team sägte die Rahmen so zu, dass nur noch der relevante Hinterbau übrig blieb.
Für jeden dieser Hinterbauten wurde ein individuelles Holzgestell angefertigt, das als stabiles Fundament für die Präsentation und das Üben dient.
Die 5 Stationen im Überblick
An den Modellen können zukünftige Schüler folgende Systeme unter realen Bedingungen testen und einstellen:
- Enviolo-Schaltung: Stufenloses Schalten kombiniert mit einem Riemenantrieb.
- Nabenschaltung: Der Klassiker mit 1-fach Kettenantrieb.
- Mechanische Kettenschaltung: 2x10-fach Übersetzung für das Einstellverständnis eines Umwerfers.
- Elektronische Kettenschaltung: 1x12-fach Schaltung der neuesten Generationen.
- Shimano Cues Auto: Modernste automatische Schaltvorgänge im Praxistest.
Warum dieses Projekt?
Diese Stationen dienen der Darstellung und dem praxisnahen Üben von Schaltungseinstellungen. Zukünftige Schüler der LBS-Zell am See können hier direkt Hand anlegen und die feinen Unterschiede der verschiedenen Systeme kennenlernen – weg von der Theorie à hin zum Schraubenschlüssel.
Ein herzliches Dankeschön an unsere Sponsoren
Ohne die großzügige Unterstützung unserer Partner wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen:
- Paul Lange Austria | Radschlag. | Geli Salzmann – Raumplanung und Architektur
- Hämmerle.Tschikof GmbH | GLEAP GmbH | freefall geotechnical engineering ZTGmbH
- Hagebau Ebster | Sport & Mode Natter | Bergspezl Rad
- R&R Sportart GmbH | LBS Zell am See | Josef Kaswurm (Felix‘ Opa)
Tridem
Projektteam: Christian Brüderl, Jakob Zöchmeister und Romeo Frühwirt
Im Rahmen eines Schulprojekts haben wir ein Fahrrad für drei Personen entworfen und gebaut. Ziel war es, ein stabiles und fahrbares Fahrzeug zu konstruieren, bei dem alle drei Fahrer aktiv mitfahren können.
Der Rahmen wurde aus drei einzelnen Fahrradrahmen gefertigt, die miteinander verbunden wurden. Um die notwendige Stabilität zu gewährleisten, haben wir den Rahmen zusätzlich mit zwei Querstreben verstärkt. Im Bereich der Tretlager wurde unten eine weitere Strebe eingeschweißt, um die Kräfte beim Treten besser aufzunehmen und die Konstruktion zu stabilisieren.
Für den Antrieb haben wir eine 10-fach XT-Schaltung verbaut, die präzise Gangwechsel ermöglicht und sich gut für das hohe Gewicht des Dreisitzer-Fahrrads eignet. Als Bremssystem kamen Magura MT 5 Scheibenbremsen zum Einsatz, um auch bei höherer Belastung eine sichere Verzögerung zu gewährleisten.
Eine besondere Herausforderung stellte die Lenkkonstruktion dar. Die Lenker samt Vorbauten wurden jeweils an den vorderen Sattelstützen befestigt, sodass die Fahrer vorne aktiv lenken können. Diese Lösung ermöglichte eine funktionale und platzsparende Steuerung des Fahrrads.
Das Projekt erforderte viel handwerkliches Geschick, Teamarbeit und technisches Verständnis. Von der Planung über das Schweißen bis zur Endmontage konnten wir praktische Erfahrungen sammeln und unser Wissen im Bereich Konstruktion und Fahrradtechnik erweitern. Das Beste daran: Wir haben unsere Skills im Thema Schweißen, Rahmenbau und Mechanik verbessert. Natürlich sind wir auch ein paar Runden durch Zell am See gefahren und hatten sehr viel Spaß.
Wir bedanken uns recht herzlich bei dem gesamten Berufsschulteam sowie bei allen Sponsoren und Mitschülern, welche beim Projekt mitgewirkt haben.
Sponsoren: Lukas Schernthaner, „MetallHolzStein“, LBS-Zell am See, Sport Hauser Kaibling, Bikepalast, Sport Art
Watt’n Rad
Projektteam: Patrick, Timo und Moritz
Im Rahmen unseres Schulprojekts haben wir einen leeren Fahrradrahmen in ein modernes E-Bike umgebaut. Über mehrere Arbeitsschritte hinweg haben wir uns intensiv damit auseinandergesetzt, wie aus einer ersten Idee ein funktionierendes, alltagstaugliches Endprodukt entstehen kann. Dabei standen nicht nur handwerkliche Fähigkeiten im Mittelpunkt, sondern auch Planung, Organisation und gemeinsames Problemlösen.
Während des Projekts haben wir erlebt, wie wichtig präzises Arbeiten, Kommunikation und Teamkoordination sind. Immer wieder mussten wir Entscheidungen treffen, Abläufe anpassen und Lösungen finden, wenn etwas nicht auf Anhieb funktionierte. Gleichzeitig haben wir gelernt, Verantwortung für einzelne Aufgaben zu übernehmen und unser Wissen gegenseitig zu ergänzen.
Durch diesen Umbau haben wir einen praktischen Einblick in das Thema nachhaltige Mobilität erhalten und gesehen, wie moderne Technik genutzt werden kann, um bestehende Produkte sinnvoll weiterzuentwickeln. Für uns war das Projekt nicht nur eine technische Herausforderung, sondern auch eine wertvolle Erfahrung, die gezeigt hat, wie viel man im Team erreichen kann.
Wir bedanken uns auch bei unserem Sponsor „Intersport Scholz“ welcher uns bei der Realisierung unseres Projekts unterstützt hat.
Am Ende konnten wir ein voll funktionsfähiges E-Bike präsentieren – ein greifbares Ergebnis, das unseren Arbeitsaufwand sichtbar macht und auf das wir als Gruppe stolz zurückblicken.